Der Sportler und seine Mannschaften

Kretzsches sportliche Laufbahn

Bereits mit sechs Jahren begann Stefan Kretzschmar Handball zu spielen. Weitere sechs Jahre später wurde seine bis heute eingehaltene Linksaußen-Position festgelegt. 1989 spielte Kretzschmar in der A-Jungend des SC Dynamo Berlin und kam zur Junioren-Auswahl des Deutschen Handballbundes.

Bevor Kretzschmar 1993 zum VfL Gummersbach mit Trainer Heiner Brand wechselte, war er mit 125 Toren der erfolgreichste Torschütze seines Vereins und sechstbester Werfer der Bundesliga Gruppe Nord.

1993 gab Kretzschmar sein Debüt in der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz und gewann mit seinem Team mit 25:21. 1994 wurde Stefan Kretzschmar erstmals zum Deutschen Handballer des Jahres gewählt. Seine Torbilanz bis dahin: 142 Treffer und damit erfolgreichster Werfer seines Vereins.

Nachdem Stefan Kretzschmar 1995 zum zweiten Mal Deutscher Handballer des Jahres wurde, wechselte er ein Jahr später zum SC Magdeburg. Mit diesem Verein gewann er 1996 den deutschen Supercup. In den folgenden Jahren folgten Teilnahmen mit der Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Italien, sowie am Supercup in Berlin.

Als einziger deutscher Spieler in der Europa-Auswahl-Mannschaft im Spiel gegen Slowenien, nahm Kretzschmar im Jahr 2000 mit der Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Kroatien teil. Noch im selben Jahr folgte die Teilnahme mit der Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Sydney und ein Jahr später an der Weltmeisterschaft in Frankreich.

2 Jahre später gewann er mit seinem Verein SC Magdeburg als erste deutsche Mannschaft die EHF Champions League. Weitere sechs Monate später gewannen sie die Club-Europameisterschaft. Eine kurze Auszeit war notwendig, als Stefan Kretzschmar sich 2003 bei der Weltmeisterschaft in Portugal einen Kleinfingerbruch gegen Frankreich zuzog. Noch im selben Jahr wurde er Spieler des Jahres in Sachsen-Anhalt, als er mit der Nationalmannschaft am Supercup in Leipzig/Riesa teilnahm.

Vor seinem Rücktritt von der Nationalmannschaft gewann Kretzschmar 2004 die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Athen. Insgesamt hat Stefan Kretzschmar 218 Länderspiele absolviert und 821 Tore für die Nationalmannschaft erzielt.

Zur Saison 2006/07 beendete Stefan Kretzschmar seine aktive Laufbahn. 421 Bundesligaspiele und 1694 Treffer sind eine hervorragende Bilanz und zeigen die kämpferische Leidenschaft einer der bekanntesten Handballspielers.

Auszeichnungen

  • Internationales All-Star Team 1994
  • Handballer des Jahres: 1994 und 1995
  • EHF Cup 1999, 2001 und 2007
  • Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 1998 in Italien
  • Deutscher Meister 2001
  • Handball Champions League Cup Gewinner 2002
  • Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2002 Schweden
  • Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2003
  • Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Athen 2004
  • DHB-Supercup 2007